Berufsbildende Schulen Lüchow

Schule ohne Rassismus

SOR


Aktuelles

Unsere aktuellen Projekte konzentrieren sich auf zwei Themen:

  • Umgang mit rechten Parolen / Argumenten

Gerade junge Menschen sind empfänglich für Stammtischparolen, mit denen eine allgemeine Fremdenfeindlichkeit geschürt wird. Oft ist es nicht leicht, diesen Parolen spontan etwas entgegenzusetzen. Doch wenn ihnen nicht begegnet wird, werden sie für manch einen schnell zur eigenen Wahrheit. Schülergruppen aus mehreren Schulformen wurden daher an einem Argumentationstraining gegen Stammtischparolen teilgenommen und werden künftig als Multiplikatoren in unserer Schule tätig sein. Geplant ist auch, dieses Wissen an andere Schule weiterzugeben.

  • Mobbing

Mobbing ist streng genommen kein Thema im Rahmen von Rassismus, aber die Auswirkungen sind ähnlich. Schwächere Mitschüler werden von anderen ausgegrenzt, seelisch verletzt, mit Falschaussagen verleumdet oder sogar physisch gequält. Das Internet mit seinen sozialen Plattformen, Kommunikationsformen wie SMS und die Verbreitung von Smartphones mit ihren multimedialen Möglichkeiten verstärken diese Gefahren, da hier aus der Ferne oder sogar im Schutz der Anonymität agiert werden kann. Daher wurde im Rahmen eines unserer QM-Projekte eine Umfrage unter Schülerinnen und Schülern durchgeführt, die derzeit ausgewertet wird. Ziel ist es, Maßnahmen zu entwickeln, mit denen Schülerinnen und Schüler für diese Problematik stärker sensibilisiert werden und konkrete Hilfestellungen anzubieten.

Bisherige Aktivitäten

Seit dem 16.05.2003 sind wir dabei: wir dürfen uns offiziell ´Schule Ohne Rassismus´ nennen. Dieser Titel soll Ansporn für uns sein,  an unserer Schule ein Klima der Toleranz, Akzeptanz und Offenheit schaffen. Alle Schulmitglieder sollen sich, unabhängig von ihrer Herkunft, Überzeugung und ihren Ansprüchen, gegenseitig achten, aber auch offen über mögliche Probleme reden, um diese dann in gemeinsamer Übereinstimmung zu lösen. Im Rahmen des Engagements für eine ´Schule Ohne Rassismus´ wurden u. a. folgende Veranstaltungen bereits durchgeführt:

  • Information der Öffentlichkeit an Berufsinformationstagen
  • Teilnahme von engagierten SchülerInnen an einer Podiumsdiskussion zum Thema Faschismus und rechte Gewalt
  • ´Fest Ohne Rassismus´ am 16.05.2003 anlässlich der Titelverleihung
  • Lehrerfortbildung an einem Präsenztag (z.B. mit dem Thema: ´Stammtischparolen´ - wie reagiere ich darauf )
  • 3 Projekttage zum Thema ´Rassismus´
  • Ausstellung zum Thema ´Faschismus und rechte Gewalt´
  • Interview bei einem lokalen Radiosender
  • Unterstützung der ´Tafel´ in Lüchow
  • regelmäßige 14-tägige Arbeitstreffen

 

Über SOR

Das Projekt ´Schule Ohne Rassismus´ richtet sich an alle Jugendlichen und alle Schulen. Die Notwendigkeit, Rassismus zu ächten und zu bekämpfen, kann nicht auf einige politische oder kirchliche Gruppen beschränkt werden. Sie ist eine Aufgabe für die gesamte Gesellschaft. Unsere SchülerInnen prägen unsere zukünftige Gesellschaft und müssen große Probleme lösen – Probleme, die wir Ihnen hinterlassen werden. Ist es da nicht selbstverständlich, dass wir sie zumindest für einen Teil dieser Probleme mit Lösungskompetenzen ausstatten? Als ´Schule Ohne Rassismus´ versuchen wir jegliche Form von Rassismus (z.B. gegen politisch anders denkende Menschen, gegen ausländische Menschen, ...) zu vermeiden. Den Titel haben wir erhalten, weil:

  • mindestens 70 % aller SchülerInnen, LehrerInnen und MitarbeiterInnen unserer Schule durch ihre Unterschrift unter einem Aufruf (vgl. Anlage 1) bekunden, das Projekt ´Schule Ohne Rassismus´ zu unterstützen.
  • das Thema ´Rassismus´ in allen Unterrichtsfächern in geeigneter Weise erfasst und im Rahmen von z. B. Projektarbeit, Aktionen, etc. nachhaltig bearbeitet wird.

Der Titel ´Schule Ohne Rassismus´ bedeutet  „zugleich Anerkennung und Auftrag. Die Tatsache, dass einer Schule dieser Titel verliehen wird, heißt nicht, dass ab diesem Zeitpunkt alle Aktivitäten eingestellt werden können. Das Ziel, eine Schule absolut frei von Rassismus zu machen, wird wohl nie ganz erreicht werden; man kann sich diesem nur annähern. Dies bedeutet aber auch, dass kontinuierlich am Projekt gearbeitet werden muss.“ (Bundeskoordination Aktion Courage – SOS Rassismus, Ideen, Projekte und Erfahrungen aus der Praxis von Schule Ohne Rassismus, Bonn, 1996, S.7.)

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